Geschichte

"Marta" - Erholungshaus von Dr. Kołączkowski, entstanden in den Jahren 1886 -1888. Zur Verfügung der Gäste waren fünfzehn Zimmer im Obergeschoss "mit Komfort eingerichtet und mit Kachelöfen" bestimmt. Im Erdgeschoss befand sich eine Küche und ein Speisesaal für hundert Personen sowie ein Verwaltungsbüro.

Das bei "Marta" servierte Menü war von einem Arzt bearbeitet:

  • zum Frühstück erhielt der Kurgast süße oder saure Milch, Brötchen oder Vollkornbrot, Butter, Honig, Kaffe, Tee, Kakao oder Schokolade;
  • zum zweiten Frühstück und Vesperbrot verzehrte man ein Glas süße Milch, Eier, Schinken oder Schnitzel, Brötchen;
  • Mittagsgerichte waren zwei Fleischspeisen mit Gemüse, Brühe /Suppe/, Süßspeise oder Kompott;
  • zum Abendmahl wurden ähnliches Menü wie zum Frühstück serviert oder auch kalt oder warm servierte Fleischarten dazugegeben.

Verpflegungspreise umfassten keine Trünke; Weinbrand, Wein, Bier, Porter, Rum - diese servierte man gegen eine separate Gebühr. Die Mahlzeiten verzehrte man um bestimmt Uhrzeiten, beim gemeinsamen Tisch, zu denen der geehrte Kurgast mit einem Klingelton gerufen wurde.

Die besondere Atmosphäre und das spezifische gesellschaftliche Klima, das zuerst Dr. Józef und Marta Kołączkowki, und dann ihr Enkel Zbigniew bei "Marta" schaffen konnten, bewirkten, dass man in dem Erholungszentrum nicht nur an die Heilkur dachte. Hier entstanden wissenschaftliche Abhandlungen von Prof. Juliusz Edwin Kleiner /1886-1957/, Historiker und Literaturtheoretiker, der in der Villa jede Saison verbrachte. Zygmunt Wasylewski /1869-1948/, Publizist und Literaturkritiker, schrieb hier im August 1923 seine Erzählungen über spiritistische Sitzungen, dann als Ganzes u. d. T. "Pod urokiem zaświatów" [Im Bann des Jenseits] gesammelt. Ada Sari /1886-1968/ gab hier Konzerte, es traten hier auch solche Berühmtheiten wie Ewa Bandrowska-Turska und die sich riesiger Beliebtheit erfreuende Schauspielerin Lena Żelichowska auf.

In den Salons von "Marta", beim Tisch von Professor Kleiner, sammelten sich alle Literaten und Künstler, die damals im Badeort Szczawnica verweilten, um philosophische Dispute zu führen, Poesie und Fragmente der Literatur zu rezitieren. Ein häufiger Gast dieser Treffen war Stanisław Ignacy Witkiewicz.

1969 wurde die Villa an die Gewerkschaft der Arbeitnehmer der Kultur- und Kunstbranche [Związek Zawodowy Pracowników Kultury i Sztuki] verkauft. Seitdem ist durch die Zimmer von "Marta" eine ganze Reihe von Künstlern der Warschauer und anderen Bühnen, Opernsängern, Schriftstellern und Journalisten vorübergezogen.

Im Jahr 2007 wird die Villa Marta das Eigentum von Andrzej Mańkowski, Enkel von Graf Adam Stadnicki. Die Aktivitäten der Familie Mańkowskich konzentrieren sich auf der Wiederherstellung der früheren Pracht des Objekts mit Respekt für historische Details. Villa Marta ist ein ungewöhnlicher Ort, wo sich der Geist der Vergangenheit diskret mit Modernität abwechselt. Die Atmosphäre von "Marta" wird nicht nur durch die stilvolle, mit der Schönheit der Natur verbundene Architektur geformt, aber auch durch die Geschichte dieses Gebäudes.

In der Beschreibung wurden ein Fragment des Reiseführers "Spacerkiem po starej Szczawnicy i Rusi Szlachtowskiej", B.A. Węglarz ausgenutzt.

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